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Fisch aus Norwegen mitnehmen

„Darf ich meinen gefangenen Fisch aus Norwegen mitnehmen?“ Damit dein traumhafter Angelurlaub in Norwegen kein böses Ende nimmt, solltest du über die aktuelle Gesetzeslage informiert sein. Wusstest du, dass die gesetzliche Regelung der Fischmitnahme wahrscheinlich die Auswahl deiner Unterkunft beeinflusst? Deswegen solltest du dir die folgenden Informationen unbedingt vor der Buchung deines Feriendomizils zu Gemüte führen! In den vergangenen Jahren gab es in dieser Thematik einschneidende Änderungen. schonzeitvertreib erklärt dir alles, was du zum Thema Fischexport aus Norwegen wissen musst, und zwar auf Basis der Gesetzeslage im Juli 2022.

Es ist ohne Einschränkungen erlaubt, Süßwasserfisch mitzunehmen. Hier gibt es keine Einschränkungen für leckere Salmoniden wie Lachs, Meer-, Bach- und Regenbogenforelle, Saibling und Äsche sowie andere Räuber wie Hecht und Barsch.

Bei Meeresfisch wie Pollack, Dorsch, Köhler oder Makrele ist es komplizierter. Die Seite des Norwegischen Zoll sagt dazu Folgendes: Der Fisch muss unter der Schirmherrschaft eines registrierten touristischen Fischereiunternehmens gefangen und dokumentiert worden sein. Zusätzlich gibt es dann noch eine Export-Obergrenze von 18 Kilogramm pro Person. Diese gilt sowohl für Norweger als auch für Ausländer und darf 2x pro Jahr ausgereizt werden. Das klingt erstmal kurz und bündig, aber hier entsteht gleich die nächste Frage…

Bei „registrierten touristischen Fischereiunternehmen“ handelt es sich um Anbieter von Unterkünften, Leihbooten oder Guidings, die spezielle Voraussetzungen erfüllen, und die sich dann bei der entsprechenden Behörde registriert haben.

Wir haben in den letzten 2 Jahren unterschiedliche Prozedere erlebt. Zuletzt war es so, dass das „registrierte touristische Fischereiunternehmen“, bei dem wir zu Gast waren, die von uns gemeldeten Fänge digital eingetragen hat. Dann erhielten wir einen Beleg, auf dem die dazu gehörende Referenznummer angegeben ist. Der Zoll hatte nun theoretisch die Möglichkeit, die Angaben unter der Referenznummer einzusehen und sie mit unserem tatsächlich mitgeführten „Exportfisch“ abzugleichen. Dazu kam es allerdings nicht.

Angeltouristen ist die Möglichkeit der Mitnahme von Fisch sehr wichtig. Logisch, dass Anbieter von Unterkünften, Leihbooten und Guidings in der Regel damit werben, wenn sie ein „registriertes touristisches Fischereiunternehmen“ sind. Halte deshalb Ausschau nach entsprechenden Formulierungen in den Angebotstexten, wenn du deine Dienstleister suchst. Im Zweifel einfach anrufen oder anschreiben und nachfragen. Einen weiteren Weg eröffnet dir diese offizielle behördliche Liste aller registrierten Betriebe. Mit ihrer Hilfe kannst du gezielt nach einem Anbieter suchen. Du kannst die Listeneinträge nach „Fylker“ filtern und die Tabelle sogar im Excel-Format herunterladen. Danach kannst du sie optimal für deine Zielregion zurechtzustutzen. Suche anschließend einfach online nach Kontaktinformationen zu den für dich relevanten „registrierten touristischen Fischereiunternehmen“ und nimm die Verbindung auf.

Wir benutzen große isolierende Styroporboxen, wie die Thermobox Universal Eco Line von thermohauser, die man von gängigen Großhändlern kennt. Darin transportieren wir den tiefgefrorenen Fisch, dessen Haltbarkeit wir durch die Verwendung eines Balkenvakuumierers noch optimieren. Der CASO VC 10 ist ein sehr empfehlenswertes und günstiges Modell wenn du immer nur ein paar Filets vakuumierst. Wenn du einen sehr guten Fang hast und sehr viele Filets nacheinander vakuumieren möchtest, können wir dir den etwas höher wertigen CASO VRH 690 advanced empfehlen.

Zwei Styroporkisten zum Fisch mitnehmen sind ohne Deckel in der Gefriertruhe einer Unterkunft in Norwegen deponiert, um sukzessive mit vakuumierten Fischfilets gefüllt zu werden

Es kommt eine dünne Schicht Eiswürfel oben und unten rein, dazwischen der in Gefriertüten verpackte, ggf. vakuumierte, gefrorene Fisch. Wenn du in der Unterkunft eine geräumige Gefriertruhe hast, ist es schlau, deine Styroporbox sofort nach der Ankunft da rein zu tun (ohne Deckel). Im Laufe des Aufenthalts legst du nach und nach deine verpackten Filets in die Kiste. So frieren sie direkt in „Passform“ ein.

Wir haben das Ganze dann erst unmittelbar vor der Abreise aus dem Gefrierschrank genommen. So kamen wir bei einer 12 – 15-stündigen Reisedauer bisher immer ohne elektronische Kühlhilfen aus. Immer noch tiefgefroren wanderte der Fisch dann in die heimische Kühltruhe.

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